Bequem und wunderschön – Jumpsuit Jazz

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Schon sehr lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir einen richtigen Jumpsuit zu nähen- also keine Latzhose, wie meine Frohnatur, sondern das, was man sich unter Jumpsuit eben so vorstellt. Letztes Jahr war ich sogar schon ganz kurz davor, als es beim Me Made Mittwoch ein „Jumpsuit-Special“ gab.

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Letztendlich scheiterte es daran, dass ich nicht wirklich ein Schnittmuster fand, das mir zusagte, denn er sollte unbedingt aus Webware genäht werden und nicht aus Jersey und besonders im deutschen Ebook- Raum ist leider immer noch recht wenig auf Webware ausgelegt.

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Außerdem bestand natürlich auch der Zweifel, ob ich einen Jumpsuit im Alltag wirklich anziehen würde. Es ist doch ein spezielleres Kleidungsstück und irgendwie braucht man dafür schon eine kleine Portion Mut, auch wenn er sich mittlerweile in der Modewelt etabliert hat. Und dann gibt es natürlich noch dieses klitzekleine Problem mit dem „komplett entblößen müssen“, wenn man auf’s Klo gehen möchte.
Bei vielen anderen Näherinnen habe ich auch schon gelesen, dass diese zwei Punkte, sie lange abgehalten haben, einen Jumpsuit zu nähen. Allerdings waren die meisten davon im Endeffekt von ihrem fertigen Werk sehr begeistert…

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Jedenfalls stellte sich die Frage sowieso nicht, so lange kein passendes Schnittmuster gefunden war.
Mittlerweile habe ich aber meine Fühler etwas weiter ausgestreckt und den ein oder anderen Schnittersteller aus Frankreich, England etc. gefunden, die eine wesentlich größere Auswahl an Schnittmustern, ausgelegt auf Webware, bieten. (Englische Suchwörter zahlen sich tatsächlich aus…)

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Gleichzeitig hat die Schwangerschaft die Vorstellung eines Jumpsuits wesentlich attraktiver gemacht, denn schon zu Beginn entwickelten sich Hosen- und Rockbünde plötzlich zu meinen absoluten Todfeinden. Ich habe kaum eine Hose gefunden, die nicht irgendwo zwickte oder drückte und so auch die Übelkeit noch verstärkt hat.
Jetzt, wo mein Bauch weiter oben sitzt, ist es zwar wieder etwas besser geworden, aber trotzdem sind Kleidungsstücke, die ohne Bund auskommen wahre „Kasten – Heiligtümer“.
Natürlich stehen Kleider im Sommer da an vorderster Stelle, nur sind sie nicht immer ganz praktisch. Aus dem Auto aussteigen, in die Wiese setzen oder auf einen Kletterturm klettern, weil gewisse kleine Herren plötzlich weder vor noch zurückkönnen, gestaltet sich mit Kleidern manchmal eher problematisch.

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Es musste also sofort ein Jumpsuit her. Zu meinem Glück kam genau zu dem Zeitpunkt, zu dem ich den Entschluss fasste, jetzt sofort einen nähen zu müssen, bei ready to sew eine umfangreiche Erweiterung zum Schnittmuster „Jazz“ heraus. Ich kannte den Schnitt davor gar nicht, oder zumindest ist er mir nie ins Auge gesprungen, aber durch die vielen Bilder und Ankündigungen, wurde ich darauf aufmerksam – Und habe ich mich auch gleich Hals über Kopf in diesen extrem wandelbaren Baukastenschnitt verliebt. Also machte ich gleich Nägel mit Köpfen und hielt zwei Tage, nachdem die Erweiterung erschien, meinen fertigen Jumpsuit Jazz in den Händen.

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Ich war sofort hin und weg von dem Ergebnis. Ich glaube, so begeistert war ich schon länger nicht mehr von einem neu ausprobierten Schnitt. Die Anleitung war für mich gut verständlich, obwohl ich anfangs immer wieder etwas nachdenken musste, was mit diesem oder jenem englischen Fachbegriff gemeint sein könnte. Außerdem dachte ich, dass der Jumpsuit schwerer zu nähen sein würde, besonders die Knopfleiste. Aber das Nähen ging wie am Schnürchen und ich war sehr viel schneller fertig, als ich gedacht hätte. Trotz zusätzlichem Nesseloberteil, hauptsächlich, um zu überprüfen, wie viel Platz mein Bauch zum Reinwachsen haben würde, brauchte ich für den gesamten Jumpsuit nur einen einzigen Nähabend. Mich zu entscheiden welche der Varianten ich nähen soll, hat beinahe länger gedauert… Schlussendlich wurde es die weite Hose, kombiniert mit dem ärmellosen – V-Ausschnittoberteil, vorne geknöpft.

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Die Wahl des Stoffes viel mir ebenfalls eher schwer, denn ich fand, es war schwer einzuschätzen, wie sich welches Muster und welche Farbe bei so einem „großflächigem“ Projekt auswirken würden. Im Endeffekt entschied ich mich für den kleingemusterten Viskose – Leinen – Stoff „little flowers“ in der Farbe Bernstein. Ich war mir etwas unsicher, ob das Muster nicht zu fein sein würde oder, ob mich die Farbe eventuell „verschlucken“ könnte. Zum Glück trifft nichts davon zu. Ich finde die Kombination von Schnitt und Stoff einfach perfekt.

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Auch Änderungen an der Passform musste ich quasi keine vornehmen. Ich habe nach meinen Brustmaßen die Größe 36 gewählt und lediglich die Hose um vier Zentimeter gekürzt.
Theoretisch hätte ich aufgrund meiner geringen Körpergröße auch das Oberteil noch etwas kürzen können, aber ich dachte mir, ein paar cm extra für meinen Bauch schaden sicher nicht.

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Ich denke, weil die Taille schön locker geschnitten ist, würde der Schnitt auch gut bis ins 9. Monat passen, nur werde ich meine Jazz im November wohl eher nicht mehr tragen… Aber auch ohne Bauch wirkt die Taille meiner Meinung nach nicht zu locker, sondern einfach schön lässig (das weiß ich, weil mein Bauch zum Zeitpunkt des Nähens noch verschwindend klein gewesen ist) und außerdem lässt sich der Jumpsuit mit Bindeband schön auf Figur bringen – welches ich mittlerweile aber lieber weglasse, wenn ich ihn ausführe. (und das mache ich wirklich häufig, denn, hab ich schon erwähnt, dass ich diesen Jumpsuit liebe…)

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Und auch an diese Klogehgeschichte kann man sich gewöhnen, obwohl die wirklich einen kleinen Wehrmutstropfen darstellt, vor allem, weil ich immer alle Knöpfe aufknöpfen muss und weil meine Blase mittlerweile kaum Kapazität bietet…

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Alles auf einen Blick:

Schnitt: „Jazz“ von Ready To Sew
Stoff: „little Flower“ bernstein von Irias‘ Stoffgeschichten
Knöpfe: Kokosknöpfe vom Nähzubehörgeschäft Klos KG

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Verlinkt zu:

Du für dich am Donnerstag
Sew la la
The Creative Lovers
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2 Kommentare zu „Bequem und wunderschön – Jumpsuit Jazz“

  1. Hallo Iris, der Jumpsuit ist toll geworden und ein echter Hingucker. Hab mir gleich mal den Schnitt angeschaut. Der ist ja gleich eine ganze Fundgrube an Möglichkeiten. Ich mag die Hosenform, die du genäht hast, besonders gern. Sehr modern und sommerlich. LG Undine

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