Auf die Rüsche gekommen

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Prinzipiell bin ich niemand, der Trends mitmacht. Oft weiß ich nicht einmal, was gerade im Trend ist. Manchmal höre ich Sätze wie: „Mit dem Teil liegst du ja dann nächste Saison voll im Trend!“ In den meisten Fällen war mir das aber gar nicht bewusst.

Traumtaenzerin-naehen-Goldkroenchen-Viskose

Versteht mich nicht falsch, ich finde es überhaupt nicht verwerflich, schlecht, oder sonst etwas, sich mit Trends auszukennen. Ich selbst habe einfach schon immer angezogen, wonach ich mir gerade war, oder was mir gerade gefiel und mich nie wirklich damit beschäftigt. Bevor ich nähen konnte, musste ich sogar teilweise auf Vorrat einkaufen gehen, wenn etwas im Trend lag, was mir auch gefiel. Das musste nämlich oft für mehrere Jahre reichen, bis wieder ein Trend kam, mit dem ich auch etwas anfangen konnte.

Traumtaenzerin-naehen

Seit ich nähe bin ich davon nicht mehr abhängig. Andererseits bin ich seitdem verschiedenen Farben und Stilen gegenüber wesentlich aufgeschlossener geworden. (Wenn man sich meine Bilder ansieht, kann man vermutlich gar nicht glauben, dass ich einmal eine Schwarz, Schwärzer, am Schwärzesten Phase hatte…) Gleichzeitig ging der Trend in letzter Zeit immer mehr in Richtungen, die mir sehr gut gefielen.

Traumtaenzerin-naehen-Tellerrock-Rueschenbluse

Auch Rüschen waren gerade im Trend, oder sind es sogar noch? Die habe ich aber bis jetzt noch aus der Ferne beobachtet. Ich konnte sie mir an mir nicht wirklich vorstellen, obwohl mir oft genug ein Bespiel über den Weg lief, das mir ziemlich gut gefiel. Ein Grund, warum ich sie so lange gemieden habe, ist sicher auch, dass ich Rüschen mit „ultimativ mädchenhaft“ verbinde und davon habe ich mich jahrelang ferngehalten, sodass ich mich erst langsam wieder herantasten muss. (ich glaube das ist ein „Barbiepuppen-alles-ist-immer-rosa-und-voll-von-Glitzer“ Trauma- aber Barbies machten auf mich auch immer einen sehr bösartigen Eindruck …)

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Außerdem können Rüschen, je nachdem, wie sie eingesetzt werden, recht pompös wirken und ich habe es doch lieber filigraner, zwar auffällig, aber auch nicht zu überladen.
Beim Schmuck zum Beispiel, wenn ich denn einmal Schmuck trage, greife ich zu sehr zarten Ketten. Sogenannte „Statementketten“ (ja, den ein oder anderen Begriff schnappe ich ja doch auf ^^) findet man bei mir nicht. (Und auch hier gilt wieder: ich finde sie gar nicht hässlich! Sie haben sich einfach nicht zu meinem Stil entwickelt…)

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Ganz unabhängig von alldem und noch bevor Rüschen zum Trend geworden sind (glaube ich zumindest…) hat mir die Traumtänzerin von Goldkrönchen schon gefallen, trotz, oder sogar gerade wegen der Rüschen. Immer und immer wieder habe ich überlegt, das Ebook doch zu kaufen, aber im Endeffekt bin ich immer wieder davor zurückgeschreckt, weil ich Angst hatte, dass ich die Bluse doch nicht anziehen würde. Und das, obwohl ich mich eigentlich ziemlich verliebt hatte in diesen Schnitt.

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Als jetzt Claudia wieder zum herbstlichen Designnähen aufgerufen hat, nutzte ich die Gelegenheit, gab mir einen Ruck und meldete mich für die Traumtänzerin.
Den Namen allein finde ich eigentlich schon wunderschön und er passt auch ganz gut zu mir. Ich selbst habe mich schon als kleines Mädchen voll und ganz als Tänzerin gesehen. Jetzt ist Tanzen neben dem Nähen mein aller größtes Hobby und sogar Nebenberuf.

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Und der Traum? Naja, in Wahrheit ist mein eigentlicher Name „Traummännlein“. Zumindest habe ich das in der Kindheit öfter zu hören bekommen, als meinen richtigen Namen. Ich wollte zwar nie einsehen, was daran so schlecht sein soll, andererseits verstehe ich mittlerweile auch, dass vor sich hin zu träumen auf einer stark befahrenen Straße vielleicht doch unangebracht ist. (An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal all den Menschen, die mich in meinem Leben schon davon abgehalten habe, überfahren zu werden ein riesengroßes Dankeschön aussprechen!)

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Jedenfalls bin ich wieder einmal richtig froh, dass ich es doch probiert habe. Ich liebe die Bluse an mir und finde die Rüschen gar nicht Zuviel. Allerdings habe ich die schmale Rüschenvariante genäht, ich glaube, die breiten Rüschen wären mir doch etwas zu mächtig gewesen. Natürlich könnte man die Bluse auch ganz ohne Rüschen nähen und ich bin mir sicher, das sieht auch richtig toll aus, aber diesmal wollte ich ganz bewusst mein kleines „Barbietrauma“ überwinden. (So Etwas sollte in der Wahl der Kleidungsstücke einfach nicht einschränken!)
Um mich komplett davon zu befreien muss ich jetzt nur noch Glitzer vernähen, aber ich glaube, das wird noch ein Weilchen dauern…

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Ich finde, die Bluse ist weder besonders leicht, noch besonders schwer zu nähen. Sie hat zwar ihre kleinen Tücken, den Kragen, zum Beispiel, und das Raffen der Rüschen auf die richtige Länge. Dafür ist die Variante, wie die Manschetten genäht werden, einfacher als bei einigen anderen Blusenschnitten.

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Ein kleines Problem hatte ich beim Nähen allerdings: Und zwar konnte ich im Ebook keine Maßtabelle und auch nicht das Maß der inbegriffenen Nahtzugabe finden. Beides ließ sich aber mehr oder weniger logisch ermitteln. Den vielen ausführlichen Bildern zufolge habe ich die Nahtzugabe auf 0,7 cm geschätzt (was sich auch als richtig herausgestellt hat) und für den Passformcheck habe ich mir sowieso angewöhnt, ein gut sitzendes Schnittmuster aufzulegen. Das verriet mir, dass ich wieder von Größe 36 und nach unten auf Größe 34 verschmälern konnte, wie ich es bei vielen Schnittmustern mache.

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Aber es verriet mir auch, dass ich dringend Länge wegnehmen musste und zwar diesmal unbedingt in der Taille, sonst hätte sie erst an meinen Hüften begonnen. Ich habe also auf Taillenhöhe um ganze 10 cm gekürzt, was mir schon sehr viel vorkam. Vor allem, weil ich weder die Passe, noch den Brustabnäher anheben musste. Aber die Bluse sitzt jetzt perfekt, es hat also doch alles gestimmt.

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Auf die Taillenabnäher habe ich verzichtet. Ich finde bei der luftigen Viskose sind Abnäher nicht notwendig, weil der Stoff den Körper von selbst sehr schön umschmeichelt.

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Apropos Viskose, beim Stoff viel meine Wahl wieder auf meine Viskose „Meiner!“. Und ich könnte die Schwertlilien wirklich noch sooft vernähen. Sie werden mir einfach nicht langweilig. Vielleicht, weil ich mir einfach schon lange einen Irisstoff gewünscht hatte? (Irgendwie ist das schon eingebildet, oder? Aber ich verbinde mit der Blume einfach so viele schöne Dinge. Meine Oma hat mir übrigens letztens erzählt, dass auch die Stadt Florenz, welche schon lange meine Lieblingsstadt ist, der Iris gewidmet ist. Aber genug jetzt mit dieser Selbstbeweihräucherung…)

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Die Knöpfe habe ich mithilfe einer alten Knopfpresse, die wir zu Hause haben, selbst bezogen. Das funktioniert großartig und ich hätte auch nicht gewusst, welche Knöpfe ich zu der Bluse sonst kombinieren hätte können. Der „Unterteil“ der Knöpfe besteht sogar noch aus Zwirn, was angeblich gar nicht mehr hergestellt wird. Sie sind dadurch aber auch nicht ganz so leicht anzunähen.

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Und der Tellerrock, der war übrigens einer der ersten Kleidungsstücke, die ich hier gezeigt habe. Ich habe mich sehr gefreut, als ich herausfand, dass die Farbe des Rocks perfekt zu dem Blaulila der Blumen passt. Somit habe ich auch meine Vorsätze der letzten Woche eingehalten: „Ich brauche vor allem noch ein paar Blusen und dazu passende Röcke“ In dem Fall hatte ich den Rock sogar schon. Ich habe ihn aber im Laufe der Zeit ein wenig verändert, weil ich  nämlich einmal ganz dringend dunkelblaues Schrägband brauchte. Also habe ich es vom Rock abgetrennt und ihn anschließend gesäumt. (das hat wahrscheinlich länger gedauert, als es gedauert hätte, Schrägband zu besorgen…)

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Ich bin jedenfalls wieder sehr froh, dass ich bei diesem Designnähen dabei sein durfte/darf. Es ist richtig schön, lustig, entspannt und sehr inspirierend. Es ist auch noch gar nicht zu Ende, also bekomme ich sicher noch ein paar großartige Dinge zu sehen. Ich würde auf jeden Fall unbedingt einmal auf der Facebookseite von Goldkrönchen vorbeischauen… Sogar Schnittmuster, die mich eigentlich gar nicht interessiert hätten, wurden so toll umgesetzt, dass ich mir jetzt nicht mehr so sicher bin, ob sie mir nicht doch sehr gut gefallen. Mein absoluter Favorit, bis jetzt, ist aber die Idee die Traumtänzerin zu einem Kleid umzuwandeln. Irgendwann muss ich diese Idee stehlen…

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Auf einem Blick:
Schnitt: Bluse Traumtänzerin von Goldkrönchen
Stoff: Viskose „Meiner!“ von Irias‘ Stoffgeschichten
Tellerrock: nach einer Anleitung von Mamahoch2
Stoff: Jersey von der Firma Klos KG

Rueschen-Bluse-naehen-Traumtaenzerin

Verlinkt zu:
Du für dich am Donnerstag
Sew La La
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2 Kommentare zu „Auf die Rüsche gekommen“

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