Bethioua, ein Basic mit dem gewissen Extra

bethioua_gestreift

Die ersten Kleidungsstücke, die ich für mich genäht habe, waren alle sehr auffällig. Viel Farbe, Muster, Spitze und andere Spielereien. Bis ich eines Tages vor meinem Kleiderschrank stand und etwas ganz schlichtes, unaufgeregtes anziehen wollte. Es sollte trotzdem etwas sein, das ich genäht hatte. (Irgendwie fühle ich mich in gekauften Sachen nicht mehr wohl, die zwicken und zwacken plötzlich überall..) An diesem Tag beschloss ich, dass ich auch ein paar Basics brauchen könnte. Aber ein ganz „normales“ Shirt wollte ich doch nicht nähen.
TellerrockGut, dass es Bethioua gibt! Das Raglanshirt von Elle Plus war eines der ersten Damenschnittmuster, die ich mir besorgt hatte, aber es schummelten sich immer wieder andere Projekte dazwischen. Diesmal sollte es anders sein. Ich kramte den Schnitt hervor und stand lange vor meinem Stoffschrank. Es haben sich so viele Stoffe dafür angeboten. Schlussendlich gefiel mir an dem Schnitt aber immer besonders gut, dass Streifen so schön schräg zusammenlaufen. Anfangs war ich skeptisch, ob mir das auch gelingen würde, nachdem ich nicht immer ganz sorgfältig arbeite (dabei gebe ich mir immer so viel Mühe, genau zu arbeiten, aber irgendwie streikt bei „genau“ etwas in mir, das war schon in der Schule, bei Geometrisch Zeichen so….). Anscheinend habe ich aber sorgfältig genug gearbeitet, oder das Schnittmuster ist großzügig, denn die Streifen treffen aufeinander!

Bethioua

Weil mir die Rückenlösung der Bethioua so gut gefällt, war ich gierig und wollte auch von Vorne diese Optik erzielen. Nach ein wenig herumgebastele, war der Schnitt an meinen Extrawürstelwünsche angepasst.
Nun besitze ich ein Basic – Shirt, das gar nicht mehr so Basic ist, aber ich liebe es!
Und weil es mich ein wenig an den Fünfzigerjahre Stil erinnert, habe ich mir dazu einen Tellerrock aus Jersey genäht. Davor habe ich lange Zeit keinen richtigen Tellerrock besessen und ich weiß überhaupt nicht, warum! Tellerröcke sind wirklich wundervoll. Am liebsten würde ich nur noch in solchen Röcken herumlaufen (leider sind sie nicht immer praktisch…. auf Spielplätzen zum Beispiel, oder bei starkem Wind)

Bethioua1

Ein Tellerrock aus Jersey ist auch recht schnell genäht und man braucht nicht unbedingt ein Schnittmuster dazu. Es gibt einige Anleitungen hier im Internet, zum Beispiel bei Mamahoch2. Man darf allerdings nicht allzu euphorisch werden, wenn man nach einer Viertelstunde den (fast) fertigen Rock in Händen hält, denn dann kommt noch der Saum. So ein Tellerrock hat sehr, sehr viel davon. Natürlich hätte ich einen Rollsaum arbeiten können, oder zumindest Bündchen, aber nein, ich wollte ein Schrägband aus Baumwolle.

Saum_Schraegband
Damit sich der Jersey beim Annähen nicht zu sehr wellt musste ich auch ganz, ganz langsam Nähen (auf meiner Nähmaschine kann man ohne Fußpedal nähen – ich hatte den Tempoeinstellungsschuber auf Schlidkröte) Aber im Endeffekt hat es sich gelohnt und das ist alles was zählt.

Raglan_Shirt

Achja, den gestreiften Stoff habe ich wieder bei Lieblingsstücke bestellt und den schönen dunkelblauen aus der Firma Klos Heinrich KG, dort gibt es nämlich neben all den anderen schönen Dingen auch ein paar Stoffe.

Damenshirt_naehen

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